Horizontalsperre

Horizontalsperre gegen nasse Wände

Die äußeren Kennzeichen für die Notwendigkeit einer Horizontalsperre sind unter anderem:

  • Risse im Putz und in Fugen
  • Abbröckelnde Farbflächen
  • Frostschäden
  • Schimmel in Raumecken und an Wänden
  • Salzausblähungen im Bereich der Fassade sowie innen (gegebenenfalls auch auf Fliesen)

In all diesen Fällen ist die Ursache meistens eine aufsteigende Feuchtigkeit in den Wänden, die die Bausubstanz nachhaltig beschädigt und gleichzeitig den Wert des Hauses geradezu ruiniert. Gebäude, die vor 1970 erbaut wurden, haben oftmals eine besonders minderwertige Horizontalsperre in Form einer Bahn aus Teer- oder Dachpappe zwischen dem Mauerwerk und dem Fundament. Spätestens nach 50 Jahren wird eine solche einfache Sperrbahn rissig, gleichsam einer Sollbruchstelle zum Beispiel bei Fertighäusern. Viele Gebäude, die noch vor dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurden, verfügen über gar keine solche Sperrvorrichtung.

Dadurch steigt immer mehr Feuchtigkeit innerhalb des Mauerwerks auf, es entstehen dabei nasse Wände, die bauschädliche Salze durch und in das gesamte Mauerwerk diffundieren lassen. In der Folge werden zudem die Wärmedämmeigenschaften der Wände erheblich herabgesetzt, gerade so, als ob man bei Regen und Wind nasse Kleidung trägt. Mit der Zeit siedeln sich gesundheitsgefährdende Pilze und Sporen im Mauerwerk an, die nur sehr schwer wieder zu entfernen sind.

Nach all den Hiobsbotschaften gibt es aber auch eine gute Nachricht: Jeder Altbau lässt sich mit einer gut wirksamen Horizontalsperre nachrüsten. Dadurch erlangen Sie die folgenden Vorteile. 

  • Werterhaltender Langzeitschutz der Bausubstanz
  • Die Sperrschicht funktioniert auch bei sehr starken Mauern
  • Nachweislich guter Sanierungserfolg sogar bei bereits sehr hohem Durchfeuchtungsgrad
  • Schnelle Trocknung des Mauerwerks
  • Deutliche Verbesserung des Wohnklimas
  • Reduktion der Heizkosten
  • Die fortgesetzte Ansiedlung von Sporen und Pilzen wird unterbunden


Zur Realisierung einer nachträglichen Sperre im Injektionsverfahren werden Horizontalbohrungen ins Mauerwerk eingebracht. Mithilfe einer speziellen Injektionspumpe presst man dann mit hohem Druck eine Silicon-Microemulsion in diese Kanäle ein. Auch und gerade dann, wenn Sie bereits nasse Wände mit hoher Salzbelastung haben, kann die Injektion kapillar abdichtende, hydrophobe Wirkung gut entfalten.

Hohlräume und Risse in den Wänden werden mit einer lösungsmittelfreien Silicon-Microemulsion behandelt, um jedes Risiko für die Gesundheit auszuschließen. Diese Methode zur Horizontalabdichtung erfüllt die aktuell geltenden Qualitätskriterien und Normen der Bauwirtschaft sowie auch der WTA ("Wissenschaftlich-technische Arbeitsgemeinschaft der Bauwerksabdichtung und Denkmalpflege e. V."). Diese Art der horizontalen Abdichtung gegen aufdringende Feuchtigkeit in Wänden kann bei allen mineralischen Baustoffen erfolgreich zum Einsatz gebracht werden.