Energetische Sanierung

Energetische Sanierung

Die Energiewende ist die folgerichtige (politische) Reaktion auf die schon seit vielen Jahren nachgewiesene stetige und zu rasche Erwärmung unserer Atmosphäre. Zu dem umfangreichen Maßnahmenbündel gehört die energetische Gebäudesanierung, die zuweilen auch als thermische Sanierung bezeichnet wird. Dabei geht es unter anderem um Gebäudesanierungen zur Minimierung des Verbrauchs an Energie, was vor allem auf die Heizung, auf das warme Wasser, aber auch auf die Belüftung fokussiert.

Im Zuge einer energetischen Sanierung muss das Haus als Ganzes erfasst werden. Nur so lassen sich Bauschäden vermeiden und der günstigste Kosten-Nutzen-Faktor erreichen, denn man kann ganz unterschiedliche Maßnahmen miteinander optimal verzahnen. Aus diesem Grunde ist bei einer energetischen Gebäudesanierung unbedingt zu empfehlen, von Anfang an einen kompetenten, erfahrenen Energieberater hinzuzuziehen. Der seit dem Jahre 2008 bei Neuvermietung oder Verkauf vorgeschriebene Gebäude-Energiepass (EnEV-Energieausweis) kann dabei übrigens wertvolle Hinweise geben. Am Ende des Dokuments werden in der Regel Vorschläge zur Verbesserung der thermischen Isolierung aufgeführt.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat seit Januar 2009 im Zuge des ersten Konjunkturpakets der Bundesregierung ihre Programme für Sanierungsmaßnahmen und energieeffizientes Bauen ausgeweitet, sodass es seit dem 1. März 2011 wieder möglich ist, auch für energetische Maßnahmen geförderte KfW-Darlehen zu erhalten.

Wann sollte die energetische Sanierung eines Hauses in Erwägung gezogen werden?

Wenn Sie ohnehin größere Reparaturen oder Modernisierungs­maßnahmen in und an Ihrem Haus durchführen möchten, sollten Sie zugleich eine energetische Sanierung erwägen. Das sowieso aufzustellende Gerüst darf ja zugleich mehreren Zwecken dienen, was im Ergebnis Geld einspart. Allein die Fassadendämmung reduziert die Heizkosten durch den verbesserten Wärmeschutz durchschnittlich um gut 30 Prozent. Bei einem EFH mit einem Verbrauch von 2.500 Liter Heizöl macht die Ersparnis mehr als 500 Euro im Jahr aus, das heißt, die Investition amortisiert sich in überschaubarer Zeit und Sie tun konkret etwas für unsere Umwelt.

Diese Maßnahmen tragen zur Minimierung des Energieverbrauchs bei: 

  • Außenwanddämmung
  • Dachdämmung
  • Die Perimeterdämmung bezeichnet die Dämmung der Außenwände des Kellers.
  • Fenstersanierung
  • Bei der Sanierung der Heizung kommen zum Beispiel infrage: Strahlungsheizung, Wärmepumpe, Mikro-KWK (Kraft-Wärme-Kopplung), Niedertemperaturkessel, Brennwertkessel.
  • Kellerdeckendämmung
  • Mit Solarthermie werden die Heizanlage und die Bereitstellung von Warmwasser massiv unterstützt.
  • Zur kontrollierten Wohnraumlüftung werden moderne Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung verwendet.

Wer in Zukunft Energie einsparen möchte, denkt in aller Regel zuerst an die Modernisierung der Heizanlage. Diese wichtige und teure Maßnahme kann aber geradezu "verpuffen", wenn nicht gleichzeitig auch eine Außenwanddämmung, und das bezieht die Kellerdämmung mit ein, vorgenommen wird.